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Parodontaltherapie

Die sprunghaftesten Verbesserungen im zahnärztlichen Behandlungsspektrum der jüngsten Zeit erfolgten bei der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis). Heute muss man seine Zähne wegen einer Parodontitis nicht mehr verlieren.

Neben den klassischen Untersuchungsparametern, wie Taschensondierung, Bestimmen der Blutungsneigung, der Lockerungsgrade und röntgenologischen Untersuchungen des Knochenverlustes, ergänzen heute mikroskopische und bakteriologische Tests erfolgreich eine differenzierte Diagnose.

Die Eingangsbehandlung durch Zahnsteinentfernung, Wurzelglättung, Polituren und sonstige Hygieneoptimierungen wurde durch die Entwicklung einer Fülle von Hilfsmitteln, so auch spezieller Ultraschallgeräte, wesentlich effizienter und komfortabler für den Patienten. Der gezielte Einsatz antimikrobiell wirkender Pharmaka oder Laseraktivierte Desinfektionen helfen dabei und machen in vielen Fällen belastende therapeutische Bemühungen zunächst überflüssig.

In fortgeschrittenen Erkrankungsfällen werden jedoch weitergehende Behandlungen nötig. Es müssen die Wurzeloberflächen nach Verdrängen des Zahnfleisches unter Sicht geglättet und Taschentiefen reduziert werden. Schonende Schmerzausschaltung, Feingewebsnähte und gelegentlich Zahnfleischverbände sind dabei selbstverständlich. Tiefe Zerstörungen im Knochen in Form von Kraterbildungen können durch Abtrag eingeebnet, aber auch regeneriert werden. Dazu dienen spezielle Folien oder Schmelzmatrixproteine, die den Heilungsprozess gezielt steuern und somit neuen Knochen züchten.

Mitunter helfen zur Defektauffüllung auch künstliche Knochenersatzmaterialien, die ohne Übertragungsrisiko verwendet werden können.

Selbst vermeintlich hoffnungslos kranke Zähne brauchen vielfach nicht vollständig entfernt zu werden. Oft können Teile des Zahnes und der Wurzeln als Stütze über Jahre erhalten bleiben.

Auch Verluste von Weichgewebe am Zahnübergang ("die Zähne werden länger") können feinchirurgisch rekonstruiert werden, indem Manschetten aus Spendergewebe vom Gaumen gewonnen und verpflanzt werden. Dauerhafte und ästhetisch faszinierende Ergebnisse können erreicht werden.

Allem voran steht jedoch die Aufgabe der Infektprophylaxe, die durch optimierte häusliche Pflege und intensive Unterstützung in der Praxis konstante Keimreduzierung garantieren muss.

Schwere Parodontitis im Seitenzahnbereich

Schwere Parodontitis im Frontzahnbereich