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Frau Dr. Fischer

Wurzelkanalbehandlungen

sind unerlässliche Maßnahmen zum Zahnerhalt, wenn das Zahninnere eine Keimbesiedlung erfährt. Ursachen dafür sind tiefe Cariesausdehnung oder Zahnunfälle mit Eröffnung der Nervhöhle bei ausbleibender Sofortversorgung – aber auch Risse (Cracks) bei instabiler Füllungsversorgung oder starken Bruxismus (Abnutzung bis in die Nervhöhle oder Fraktur bei graziler Zahnform)

Ziele einer Wurzelbehandlung

Auffinden aller Wurzelkanäle (1-5!), Entfernung aller Gewebereste aus den Zahnhohlräumen. Konische Aufbereitung der Wurzelkanäle bis zur Wurzelspitze eine möglichst vollständige Keimeliminierung, eine wandständige dichte Wurzelfüllung mit einem speicheldichten Verschluss (Füllungsabdichtung) zur Vermeidung von Reinfektionen aus dem Speichel.

Wie verläuft eine Wurzelbehandlung?

Zunächst wird ein Zugang zur Nervhöhle geschaffen und am Boden dieser „Kammer“ die Wurzelkanaleingänge aufgesucht (1-5 Abgänge). Anatomische Kenntnisse, Erfahrung, Seh - und Vergrößerungshilfen, sowie zusätzliche Lichtquellen spielen hier eine wichtige Rolle. Mit feinen elastischen „Nadeln“ (Handfeilen, maschinell angetriebenen oder ultraschallunterstützten Instrumenten) werden die Kanäle bis zur Wurzelspitze verfolgt und konisch erweitert. Letzteres ist besonders wichtig damit das spezielle Spülprotokoll zur chemischen Keimbeseitigung auch bis in die Wurzelspitzenregion gelangen kann. Spülungen (NaOCL, CHX, Alkohol, H²O², EDTA) sollen Dentinspäne und Nervreste entfernen, Gewebereste auflösen, Schmierschichten entfernen und Bakterien abtöten. Eine maximale Keimreduktion und der spätere dichte Verschluss der Hohlräume (Wurzelfüllung) mit sicherer Abschirmung zur Mundhöhle ist das wichtigste Ziel einer Wurzelbehandlung. Es gibt eine Vielzahl zusätzlicher Hilfen (Laser, RinsEndo, PACT), um diese Keimfreiheit zu erreichen, ebenso gibt es verschiedene Aufbereitungssysteme unterschiedlicher Anbieter – Erfahrung, Übung, Geschick des Zahnarztes sind die besten Erfolgsparameter.

Die Wurzelfüllung sollte randständig, blasenfrei und bis zur Wurzelspitze erfolgen. Standard sind (Kalt oder Warmtechniken) dicht kondensierte Guttapercha Füllungen mit wenig Sealern (Pasten), die je nach Situation mit bakteriziden Substanzen angereichert sein können.

Schwierig und komplex bleibt eine Wurzelbehandlung trotz aller modernen Errungenschaften dadurch, dass es nicht nur einen Hauptkanal gibt, sondern Seitenkanäle, teilweise senkrecht vom Hauptkanal abzweigend sowie Deltaaufzweigungen im Wurzelspitzenbereich. Diese Bereiche sind mechanisch nicht instrumentierbar. Auch ist chemisch, bei starker Verseuchung (Problemkeime!) nicht immer sicher eine Keimfreiheit in Zahnhohlräumen erreichbar. Stark gekrümmte Wurzeln, verkalkte Kanäle, Pulpensteine, durch Sekundärdentin verschlossene Kanaleingänge und Ramifikation können den Erfolg limitieren.

Als schicksalhafte Komplikationen können Instrumentenbrüche, Perforationen und Wurzelbrüche vorkommen. Therapeutisch kann in Grenzfällen eine Hemisektion, Amputation oder Wurzelspitzenresektion doch noch zum Erhalt des Zahnes führen. Erfolge von 80-90% sind dennoch realisierbar.

Möglichkeiten und Grenzen der Zahnerhaltung durch Endodontie

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Zertifikat Endodontologie

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